Teil 1 der Biathlonsaison 2016/2017

Liebe Freunde des Wintersports,
liebe Biathlon-Fans,

der erste Teil der aktuellen Saison 2016/2017 ist bereits Geschichte. Mit dem für Frauen und Männer abschließenden Massenstartrennen im tschechischen Nove Mesto haben die Athleten die ersten Rennkilometer in den Beinen und Weltcuppunkte auf dem Konto. Manche waren dabei sehr erfolgreich, manche weniger.

Der Inbegriff aller Superlative heißt wie auch im letzten Winter Matin Fourcade. 8 von 9 Rennen gewann der laufschnelle und schießsichere Franzose und liegt damit in sämtlichen Disziplinen (!) an der Spitze. Mit einer unnachahmlichen Präzision in allen Bereichen sticht er die Konkurrenz scheinbar mühelos aus. Alles, was ihn auch in dieser Saison aufhalten kann – es scheint nur er selbst zu sein.

Bei den Frauen gestaltet sich die Situation ähnlich, jedoch mit deutlich mehr Spannung. Bis auf wenige Ausnahmen schmücken immer wieder die bekannten Gesichter der letzten Saison das Siegertreppchen eines jeden Rennens. Gabriela Koukalova, Marie Dorin Habert, Kaisa Makarainen und natürlich Laura Dahlmeier – alle sehr nah und nur wenige Punkte beieinander.

Die deutsche Mannschaft lieferte bisher in der Breite eher solide Leistungen ab, mit leichtem Leistungsplus für die Damen. Besonders hervorgetan hat sich eben genannte Laura Dahlmeier, die bereits 4 Siege (inklusive Staffel) feiern konnte und auch das gelbe Trikot der Gesamtführenden trägt. Bei den Männern erkämpfte sich Simon Schempp mit einem cleveren und abgebrühten Taktikmanöver einen starken zweiten Platz beim abschließenden Massenstart in Nove Mesto. Für alle anderen Athleten besteht jedoch noch Luft nach oben.

Ein zweischneidiges Schwert stellt die verhältnismäßig überragende Leistung des belgischen Athleten Michael Rösch dar. Statt sich dem enormen Leistungsdruck im deutschen Team zu stellen und möglicherweise daran zu wachsen, flüchtete sich Rösch in ein staatseigenes Individualteam, um so Erfolge feiern zu können. Nach langem Anlauf trägt die harte Arbeit nun erste Früchte und wird mit zwei sechsten Plätzen im Verfolgungsrennen belohnt.

Nun gehen die Biathleten in einen wohlverdienten Weihnachtsurlaub. Weiter geht es dann erst im nächsten Jahr mit dem Weltcup in Oberhof. Ab dem 05.01.2017 heißt es dann wieder „laufen, schießen, siegen“ – besonders wünschenswert natürlich aus deutscher Sicht.

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